Von einer Hand in die andere - kontaktlos in Corona Zeiten!

Sach-Spende an Senioreneinrichtungen

Kontaktlos, mit dem nötigen Abstand, wurde vom Lions Club Kaiserstuhl-Breisgau Kontakt gespendet.


Das Osterfest naht und die Familien wollen zusammen kommen. Besuche bei den Eltern, beim Vater, bei der Mutter, den Großeltern, bei der Tante, dem Onkel, dem Partner, deren Leben sich in einer Senioreneinrichtung abspielt, waren geplant, man wollte sich sehen oder vielleicht sogar noch einmal ein letztes Mal sehen. Genau das ist aus Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit jedes Einzelnen zur Zeit nicht möglich. Lionsmitglied Antje Keller hat dieses Problem aufgegriffen und ihre Idee vor ca. zwei Wochen an alle Lionsfreunde verbreitet. Lionsfreundin Hannelore Hirtler nahm Kontakt mit Frau Anita Pfanner, Leiterin der ambulanten Hospizgruppe Endingen, auf.  


Die Idee von Antje Keller, Tablets zu spenden, um beispielsweise auch einen virtuellen Abschied mit Ton und Bild zu ermöglichen, stieß auf Begeisterung. Kurzerhand beraumte der diesjährige Präsident Tobias Weis eine außerordentliche Clubsitzung ein, die zum ersten Mal virtuell abgehalten wurde. Einstimmig wurde entschieden, so schnell wie möglich, vorerst zwei Tablets an die Endinger Einrichtungen Villa Schwobthaler und Haus Hans Dietrich Bonhoeffer zu spenden.

Bei herrlichstem Frühlingswetter konnten am Dienstag, gerade noch passend vor den Osterfesttagen, die kontaktlosen Übergaben im Freien vor den beiden Senioren-Einrichtungen vollzogen werden.  Die Freude und der Dank bei Manuela Sommer, 1. Vorsitzende Villa Schwobthaler e.V., und Klaus-Peter Penno, Einrichtungsleiter Haus Hans Dietrich Bonhoeffer des Schwesternverband, waren beiden ins Gesicht geschrieben. Die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme der Tablets sind bereits im Vorfeld von den Einrichtungen organisiert worden, sodass beide Geräte sofort benutzt werden können. 


Aus dem Lions Club Kaiserstuhl Breisgau wird es Ines Schoberer sein, die auch weiterhin Kontakt mit den Einrichtungen hält. Eine Spende mit Nachhaltigkeit auch für die Zeit nach Corona, weil bei vielen Bewohnern die Angehörigen weiter weg wohnen und so das vertraute Gesicht und die vertraute Stimme auf dem virtuellen Weg öfter zu Besuch sein können. 


Klaus-Peter Penno war von dem Engagement des Lions Club Kaiserstuhl Breisgau ausgesprochen begeistert: "Es gibt im Schwesternverband rund 300 Einrichtungen, aber an keine ist jemand mit so einer Idee herangetreten. Wir sind zur Zeit das letzte Haus, welches eröffnet wurde und sind gleich bedacht worden. Herzlichen Dank!"